Montag, 31. Oktober 2005

... und Halloween am Sequoia Lane

Am Halloween Tag, von 18:00 bis 20:00, defilieren die Hebroner Kinder zum "Trick or Treat" vorbei. Kostümiert in mehr oder weniger gruseligen Verkleidungen. Die größeren kommen in Cliquen. Die etwas jüngeren in kleinen Gruppen von einem Erwachsenen begleitet. Die ganz Kleinen auf dem Arm ihrer Eltern - die dann meist auch noch selbst kostümiert sind (wie hier am Beispiel des kleinen grünen Drachen gut zu sehen).


Sie kommen zu einem und rufen "trick or treat?" ("Süßigkeiten - oder sollen wir einen Streich spielen?"). Natürlich haben wir Süßigkeiten in Massen bereit. Kitkats, M&M, Baby Ruth, Butterfinger, Snickers, Milky Way, Almond Joy, Laffy Taffy, Reese's, ... viele davon kennt man auch in Deutschland. Aber viele sind auch für uns neu. Und viele kommen eigentlich nur zu Halloween richtig raus. Dem Ueberfesttag der Süßwarenindustrie (hier bedient Diana gleich zwei Spidermen auf einmal!).


Und dem Ueberfesttag der Kinder, natuerlich. Manche Kostüme sind origineller als die anderen.

Das Kostüm zu "The Thing", aus dem Film "Die Fantastischen Vier" etwa, ist einfach im Halloween Geschäft zu kaufen.







Da lobe ich mir doch diese Vampir-Lady: vom roten Kleid mit Netzüberwurf, Anhänger und Frisur, bis zum geweißten Gesicht mit Blutspuren um die Lippen passt alles zusammen. Das ist noch echte Handarbeit (und Qualitätsarbeit). Klar, daß sie von uns eine extra große Ladung Leckerein in den Kopfkissenbezug bekam, den sie zum Sammeln mit herumtrug.


Allerdings war sie sicher nicht ganz so goldig wie Little Tigger (eine Figur aus dem Winnie the Pooh Cartoon).


Trick or Treat,
Trick or Treat,
gimmie something
good to eat!

Halloween bei P&G

Susan, unser Neuzugang von Iams, lässt zu Halloween die "innere Hexe" raus.

Sonntag, 30. Oktober 2005

Halloween in Newport

Wir entschlossen uns heute, mal etwas unter die Leute zu gehen. Wir fuhren an den Ohio River nach Newport, um dort das Einkaufszentrum "Newport on the Levee" zu besuchen. Die hatten sich für heute etwas ganz besonderes ausgedacht: kostümierte Kinder bekamen in allen Geschäften kostenlose Süßigkeiten, und durfen Shows (wie etwa das Aquarium) verbilligt besuchen.

Dementsprechend familienfreundlich ging es dort auch her. Wie uns diese Familie hier vorgeführt hat, ist kein Baby zu jung um nicht schon kostümiert zu werden.

Die ältere Tochter als Prinzessin, der Sohn als Superheld. Aber ist das kleine Häschen nicht das goldigste von allen?



Dieser Ballonkünstler auf Stelzen und die Bluesband vor Johnny Rockette's waren dafür verantwortlich, das Publikum jeden Alters zu unterhalten. Und die Bluesband war auch echt gut.





In einem der Geschäfte bin ich dann einer ganz anderen Hexe begegnet. Merkwürdig: haben bei Euch die Hexen auch ein Preisschild?









Anschließend hatten wir für Otto noch eine echte Ueberraschung parat: endlich mal ein Restaurant, wo er die Speisekarte wenigstens mal lesen konnte! Die Einträge lauteten etwa "Wienerschnitzel", "Leberkäse", "Sauerbraten", "Grillwurst" oder "Apfelstrudel". Für Eingeweihte sicher nicht schwer zu erraten: wir gingen ins Hofbräuhaus Newport.



Die Kneipe gehört tatsächlich der Münchner Firma gleichen Namens, und ist das erste (und bis jetzt einzige) Hofbräuhaus außerhalb Münchens. Vieles ist authentisch: das Essen schmeckt halbwegs deutsch (leider, kann ich da nur sagen); die Blasmusik klingt wie in Bayern (wenn man sich nicht am Akzent des Sängers stört); und vor allem: das Bier ist angeblich nach bayrischem Originalrezept gebraut. Claudia und Otto orderten daher gleich zwei Krüge "Dunkel" (spricht sich "dankel"), und machten den Biertest.

Freitag, 28. Oktober 2005

Geschichtsunterricht

Zur Mittagspause bekam ich ein bischen Geschichtsunterricht in einem historischen Park in Boston: dieser Herr spielt einen "Bostonian" in den letzten Jahren vor der amerikanischen Revolution. Die eigentlichen Auseinandersetzungen begannen mit der "Boston Tea Party" von 1774, und wurden mit dem "Massaker von Boston" erstmals gewalttätig. Einerseits ist dieses Massaker mit "nur" fünf Opfern nach heutigen Masstäben halbwegs zivil abgelaufen. Andererseits war es der Anfang vom Ende einer Weltmacht. Und der Anfang vom Anfang einer anderen Weltmacht.

Wenn Ihr dazu Gelegenheit habt - Boston ist eine sehr schöne Stadt. Ein Besuch dort lohnt sich immer.

Mittwoch, 26. Oktober 2005

Herbststimmung



Claudia und Otto sind im Moment in New York, um sich die Niagara Fälle anzusehen. Derzeit genießen Maunzy und ich die wunderschönen Herbstfarben in Nordkentucky.





Die hier gezeigten Bilder wurden alle heute morgen bei unserem Haus (und unserem Wald) geschossen.

Gott sei Dank hatte die Baufirma den richtigen Sinn, die großen, alten Bäume auf unserem Grundstück so weit als möglich stehen zu lassen. Das macht ein solches Farbenspektakel erst möglich.







Wer vermisst bei sowas schon ein paar Wasserfälle?

Dienstag, 25. Oktober 2005

Für den Terminkalender: Tall Stacks 2006


Eigentlich gibt es genau drei Gründe Cincinnati zu besuchen: Claudia, Maunzy und mich. Im nächsten Jahr wird es allerdings noch einen vierten geben: Tall Stacks. "Tall Stacks" ("hohe Schlote") ist der Name des weltgrößten Treffens von historischen Dampfschiffen. Es findet alle drei Jahre statt, und wird vom 4. bis 8. Oktober 2006 Cincinnati beherrschen.

Das letzte mal als diese Show veranstaltet wurde, kamen mehr als 250 Dampfschiffe vorbei. Einige davon, wie etwa die "Creole Queen" aus New Orleans (siehe das nebenstehende Bild von 2003), hatten schon zu Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1863) ein ziemliches Alter auf dem Buckel. Oder auf den Paddeln.

Warum veranstaltet man sowas ausgerechnet in Cincinnati? Habe ich mich auch gefragt. Bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs war Cincinnati die 6. größte Stadt der USA. Der wesentliche Vorteil von Cincinnati war die Lage am Ohio, die es erlaubte, schwere Lasten kostengünstig über den Fluß zu transportieren. Mit Dampfschiffen eben. Cincinnati dominierte die Stahlproduktion, es belieferte das ganze Land mit Schweinehälften (woher es noch heute den Spitznamen "Porkopolis" hat), und aus den Abfallprodukten der Schweineschlachterei kochten William Procter und James Gamble ihre Seifen und Kerzen zusammen. Und auch damit wurde das ganze Land beliefert.

Dann kam der Bürgerkrieg, und die große Zeit der Dampfschiffe war vorbei. Ebenso wie die wirklich große Zeit von Cincinnati. Die wichtigsten Industrien zogen nach Norden, weg von der umkämpften Bürgerkriegsfront (der Ohio Fluß war schließlich die Grenze zwischen Nord- und Südstaaten). Die Schweinefleischindustrie zog nach Chicago um. Die Stahlproduktion ging nach Michigan, insbesondere nach Detroit (deswegen ist dort heute die Autoindustrie). Nur Procter & Gamble blieb. Seufz.

Aber wie dem auch sei: vom 4. bis zum 8. Oktober 2006 ist Cincinnati um eine ganz gewaltige Attraktion reicher. Mehr als 300 Schiffe, und mehr als 4,000,000 Besucher werden erwartet. Hotels sind um diese Zeit sicherlich schwer zu kriegen. Aber die braucht Ihr natürlich nicht. Lasst es uns nur rechtzeitig wissen, wenn wir für Euch unsere Gästezimmer reservieren sollen!

Sonntag, 23. Oktober 2005

Einfach Tierisch!

Ein besonderes Vergnügen für Kinder jeglichen Alters: auf dem Parkplatz bei Flicks baut man mit ein paar Gattern und etwas Stroh ein paar kleinere Gehege auf, ein Bauer aus der Nachbarschaft bringt ein paar goldige Tierbabys vorbei - und fertig ist der improvisierte Streichelzoo von Hebron.













Neben Spiderman (siehe Bild links), konnte auch Claudi von den kleinen Ziegen, Hasen, Meerschweinchen, Ferkeln, Ponies, Hühnern und der Schildkröte nicht genug kriegen. Nur gut, daß Maunzy nichts davon weiss.

Donnerstag, 20. Oktober 2005

WIIIILLLMAAAAA!!!

Es scheint als gäbe es dieses Jahr noch eine weitere riesige Frauengeschichte hier, dabei hatten wir nach Katrina und Rita eigentlich schon mehr als genug Spaß gehabt. Nun ist es Hurricane Wilma der in ein paar Stunden die Küste von Florida heimsuchen wird.

Wenn man den Metereologen glauben kann, gibt es keine Gefahr für Kentucky. Anscheinend ist der Sturm derzeit gerade westlich von Kuba, und soll nördlich von Miami über Florida hinwegziehen. Klickt doch mal auf das nebenstehende Bild (oder auf den folgenden Link) um eine (ständig aktualisierte) Hurricane Karte von Wilma zu sehen:

http://flhurricane.com/googlemap.php?2005s24

Feueralarm

Heute morgen am Nordturm des P&G Hauptquartiers in Cincinnati: nach einer Evakuierungsübung gehen die Mitarbeiter an ihre Arbeitsplätze zurück. Gott sei Dank war vor , während, und nach der Uebung die Cincinnati Police zur Stelle um die 5. Strasse vom Broadway ab für Verkehr zu sperren. Keine schlechte Idee, wenn plötzlich 6,000 Angestellte auf die Straße stürmen. Die Polizei war natürlich im vorab informiert . Nur ... sehr realistisch ist das Szenario eigentlich nicht.

Sonntag, 16. Oktober 2005

Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu!

Wir haben vier Computer, ein Auto mit Hybrid Antrieb, eine Klimaanlage mit Mikrofilterung ... aber keine unserer Technologien ist so rätselhaft wie Claudia's Roombas. Wie von Geisterhand gesteuert finden sie jedes Fleckchen Staub in unserem Haus, und fahren unermüdlich jede Ecke im Zimmer an. Wir haben diese Leistung immer auf extrem clevere Programmierung zurückgeführt. Aber, richtig geglaubt haben wir diese Erklärung eigentlich selber nicht.

Jetzt endlich sind wir der Sache auf die Spur gekommen! Hier in Hebron werden zu Halloween sogenannte "Witch Cams" verkauf - Videokameras mit einer Spezialeinstellung, die es erlaubt Hexenaktivitäten zu filmen, die für das blose Auge normalerweise unsichtbar sind. Und natürlich, so gegen Hall0ween getrauen sich die Hexen auch mehr, und kommen auch schon mal eher aus ihren Verstecken vor.

Was lag also näher, als uns mit einer Witchcam auf die Lauer zu legen, und zu warden, bis einer unserer Roombas mit seiner Arbeit beginnt. Und was wir rausfanden wahr schockierend: es ist weder clevere Programmierung, noch künstliche Intelligenz, noch Robotertechnologie die hinter den Roombas steckt. Wenn Ihr das nebenstehende Bildchen (oder den Link unterhalb des Textes) anklickt, seht ihr zum ersten Mal, was tatsächlich hinter der Arbeitswut der Roombas steckt!

roomba witch.wmv

Samstag, 15. Oktober 2005

Geister, Hexen und Gespenster


Ja, es wird deutlich Halloween hier in Kentucky. Vor den Supermärkten sind ganze Paletten von Kürbisen aufgestapelt, die Zeitungen sind voll von Anzeigen für Halloweenparties, die Lebensmittelgeschäfte verkaufen korbweise Süßigkeiten, die Blumengeschäfte "Gestecke mit Spuk" ... und auch bei uns wurde gerade eine Hexe gesichtet. Ja, und eine schwarze Katze gibt es hier ja sowieso.

Otto wird 75!

Mit 75 Jahren ist Otto nun fast so alt wie der Staat Kentucky. Naja, fast eben. Deswegen waren wir gerade so froh, dass er seinen Geburtstag hier bei uns in Hebron gefeiert hat. Zusammen mit seinen Töchtern, Maunzy und mir.

Er hatte sich eine ruhige Feier gewünscht, ohne Vereine, Schnaps, Blaskapellen oder KLW Bürgermeister. Das konnten wir hier natürlich problemlos bieten. Vermutlich hat ganz Hebron weniger Einwohner, als in Kleinwallstadt bei ihm zu dem Anlass vorbeigekommen wären.

Und anstatt Schnaps gab es unseren weltberühmten Tee. Kein Wunder, daß dabei nichts vermisst wurde. Und viele Anrufer aus Old Europe gab es auch noch - ist ja heute kein Problem mehr. Wir leben ja schließlich nicht auf unterschiedlichen Kontinenten, sondern alle im Global Village.
Hier ein paar Bilder von den ausgelassenen Feiern.



Otto geht jetzt übrigens ganz gross unter die Fotografen: mit einer nagelneuen Kodak Z7590 wird er ab sofort seine Reisen dokumentieren. Und wir haben uns vorgenommen, ihm dazu sehr viel Möglichkeiten zu bieten. Wer weiss, vielleicht fängt er mal irgendwann an zu bloggen?

Donnerstag, 13. Oktober 2005

Nochmal lieben Dank an alle!

Jetzt sitze ich in der Delta Lounge und warte darauf, dass jede Minute mein Flug nach Cincinnati aufgerufen wird. Nochmal allen herzlichen Dank die sich in den letzten Tagen hier in Germany so lieb um mich gekuemmert haben. Claus fuer die ganze Fahrerei, und Claus und Petra fuer das schoene ruhige Abendessen (zu dem sogar Tom kurzzeitig aus Nagassi zurueckkehrte, oder wie diese Insel auch immer heisst). Leo hat mich dann gleich ueber seine Schule auf den neuesten Stand gebracht - Insider Informationen, aber ich gebe sie natuerlich nicht weiter! Judith und Gerold haben uns gans fuersorglich mit Dragon Patches fuer die naechsten 10 Unfaelle an Claudia's Knoechel eingedeckt. Noah stand extra frueher auf, um mich nochmal zu sehen - und Joshuas Haarpracht war (wie immer) ein Erlebnis. Und Noah und Leo haben mir auch dann noch ihren Geheimgang in Opa's Garten gezeigt - bleibt natuerlich unser Geheimnis.
Alois und Maria haben erst ein grossartiges Dinner fuer mich geschmissen, und dann nochmal den Kamin angemacht - richtig schoen bei Euch. Herzlichen Dank an Euch alle!
Und zusammen mit Claudia und Maunzy wuerden wir uns sehr freuen, wenn Ihr uns mal in Kentucky besuchen kommt!

Abreise

Alois und Maria waren - wie immer - die perfekten Gastgeber. Und in ein paar Minuten faehrt mich Claus zum Fluggafen.

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Von Wein, Flug und Trübsal


Nun hat mich also mein Reiseglück doch nicht im Stich gelassen: mein Flug wurde nicht gestrichen. Delta 48 hob ganz planmäßig gegen 18:55 von Cincinnati ab, und kam sogar beinahe 20 Minuten zu früh in Frankfurt an. Alois und Claus haben mich ganz lieb abeholt. Und nach einer Dusche bin ich jetzt schon richtig aklimatisiert.





Am frühen Nachmittag haben wir dann einen Spaziergang durch die herbstlichen Weinberge am Erlenbacher Hohberg gemacht. Herbstlich gefärbtes Weinlaub, die schon recht reife Frucht, und die wunderbare Aussicht von dieser Warte auf Erlenbach, Wörth, Trennfurt und Klingenberg machen diesen Spaziergang richtig schön.





Und zur gleichen Zeit sind Claudia, Isabella und Otto auf einem Flug von Cincinnati nach Phoenix, um sich den Grand Canyon anzuschauen. Und Maunzy sitzt zuhause, bläst Trübsal, überlegt sich, was sie wohl falsch gemacht hat, weil sie immer alleine gelassen wird.
Vielleicht sollten wir ihr eine Flasche Erlenbacher Rotwein mitbringen? Aber nein, sie mag ja nur Soße aus Dayton (... wo Iams hergestellt wird).

Mittwoch, 5. Oktober 2005

Lässt Delta mich raus?

Um 18:55 soll ich heute eigentlich von Cincinnati aus nach Frankfurt abheben. Gerade (vor 4 Minuten) hat Delta aber bekannt gegeben, daß sie bis zu 15% der Flüge streichen wollen, "um Treibstoff zu sparen". Offensichtlich geht es im wesentlichen um unterbesetzte Flüge, bei denen so wenige bezahlende Passagiere an Bord sind, daß sich der Flug für Delta nicht lohnt. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Transatlantik Flug dazugehört, aber im heutigen Geschäftsklima der Flugsparte kann man sich nie sicher sein. Naja, meine Firma bezahlt über $4000 für mein Ticket - wahrscheinlich lohnt sich dieser Flug schon wegen einem einzigen Passagier. Aber ... falls ich nicht planmäßig hier wegkommen sollte, lasse ich's Euch wissen. Dazu ist ein Blog schließlich da.

Gelegentlich muß ich mal einen Blogeintrag über die "guten alten Zeiten" schreiben. Als man noch FlugGAST war, und nicht "geduldetes Uebel". Als einen die Stewardessen noch namentlich an Bord begrüßten. Als man bei einem Inlandsflug noch was zu essen bekam. Als sich die Fluglinien noch in ihrer Ehre gekränkt fühlten, wenn sie eine 5-minütige Verspätung produzierten (OK, ich rede offensichtlich nicht von der Lufthansa - die war schon immer die "ZuSpätKommHansa", und hat noch nie viel dagegen unternommen). Als die Fluglinien den Flug noch mit einem Gast gemacht hätten, weil der schließlich für Ihre Dienstleistung gutes Geld bezahlte. Ach was solls.

Montag, 3. Oktober 2005

Drucksache

Wie mir Claudi erzählt hat, hat Papa auch schon früher seinen girls gerne Spielsachen vorgeführt. Daran hat sich offensichtlich nur wenig geändert.

Nur geht es heute nicht mehr um Spielzeugeisenbahnen, Matchbox Autos, Barbie Puppen, oder Puppenküchen. Aber so ein Blutdruckmessgerät ist ja auch ziemlich spaßig. Jedenfalls für den Photographen.

Fire burn, and cauldron bubble!

Fire burn, and cauldron bubble!

Double, double toil and trouble;

Fire burn, and cauldron bubble.

Fillet of a fenny snake,

In the cauldron boil and bake;

Eye of newt and toe of frog,

Wool of bat and tongue of dog,

Adder's fork and blind-worm's sting,

Lizard's leg and owlet's wing,

For a charm of powerful trouble,

Like a hell-broth boil and bubble.

Double, double toil and trouble;

Fire burn and cauldron bubble.





Deutsche Uebersetzung:

Doppelt plagt euch, mengt und mischt!
Kessel brodelt, Feuer zischt.

Um den Kessel dreht euch rund!
Giftgekrös in seinen Schlund!
Kröt, die unterm kalten Stein
Tag' und Nächte, dreißig und ein,
Giftschleim schlafend ausgegoren,
Sollst zuerst im Kessel schmoren!

Doppelt plagt euch, mengt und mischt!
Kessel brodelt, Feuer zischt.


Jetzt zeigt mal Eure Fachkenntnis:
1) woher kommt der Text?
2) was wird in dem Topf im Bild wirklich gekocht?

Sonntag, 2. Oktober 2005

Zurück von Indiana

Von Hebron aus ging es zunächst über die Staatsgrenze nach Lawrenceburg, und dann immer entlang der Indiana State Road 50 nach Westen. Unser Ziel war zunächst "Der Gasthof" - ein Restaurant das die Amish etwas westlich von der Stadt Bedford betreiben.
Als ich noch dort studiert habe, hatte ich mir vorgenommen, die Amish in Südindiana einmal zu besuchen. Wir hatten Amish-Studenten auf der Uni, und die schwärmen mir von ihrer Gemeinschaft vor. Leider kam ich als Student nie dazu. Im ersten Studienjahr hatte ich noch kein Auto, und im zweiten keinerlei Zeit mehr.

Aber jetzt bot sich endlich die Gelegenheit: Otto und Isabella mussten etwas von Indiana sehen, und wir hatten ein ganzes Wochenende zur Verfügung. Es ist eben immer eine Reise wert, Hoosier Country, Indiana. Egal ob Claudia zu einem neuen Esel findet (nein, diesmal bins nicht ich), ob wir alle eine Lektion im Lebensstil der Amish bekommen (Pferdebuggies statt Autos; Oellampen und statt Herdfeuer statt Elektrizität; Hausgottesdienste statt Kirchen). Lohnen tut sich der Trip immer.

Natürlich haben wir uns auch Bloomington, und die Indiana University, nicht entgehen lassen. Samstag Abend bot sich dieser spektakuläre Blick aus den Sample Gates, westlich auf die Kirkwood Avenue hinaus.
Die Sample Gates sind die ältesten noch stehenden Teile der Universität - sie sind noch im Originalzustand von 1820 erhalten.




Ganz in der Nähe, am Art Museum (Kunstmuseum) der Uni haben wir dann auch unsere ersten richtigen Fall Colors gesehen. Richtig herbstlich wurde es dann aber ein paar Meilen weiter östlich in Nashville. Dort haben zum einen alle Geschäfte die Herbstdekoration ausgepackt, und zum anderen sind endlich die kaufkräftigen Touristen zurückgekehrt. Für Halloween, Thanksgiving, und wohl auch schon für Weihnachten wird eingekauft. Die vielen Straßenmusikanten der Stadt tun ihr Bestes, die Touristen zu unterhalten.

Samstag, 1. Oktober 2005

Unterwegs im wilden Westen

Otto fuehlt sich hier schon wie zu Hause.

Indiana wants me ... Preisausschreiben!

Das schöne an Cincinnati ist, dass man so (relativ) leicht draus raus kommt. Dementsprechend wollen wir uns die "Fall Colors" (Herbstfarben) in Indiana anschauen. Wenn Ihr Euch etwas von den Bildern anschaut, die ich vor (fast auf den Tag genau) vier Jahren aufgenommen habe, seht ihr sicherlich warum.



Preisfrage: wer kennt die Oertlichkeiten, bei denen diese Bilder aufgenommen wurden? Einfach auf "Kommentar" klicken, und die Antwort hinterlassen. Als Belohnung für das Preisausschreiben bringe ich dann naechste Woche was mit.